ZEN KREIS
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Herzlich Willkommen bei Lee’s ZENKREIS

...der Kanal, in dem ich versuche, euch, ihr lieben wunderbaren wahren Menschen, die Möglichkeit des Zens für euch zu entdecken. Wofür Zen steht, was für Anwendungsmöglichkeiten es dort gibt und wie wir sie umsetzen
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Fusho
Ihr Lieben,
hier ist ein kleiner Rückblick auf die Ereignisse der vergangenen Zeit – von der Reise nach Japan über das Klosterleben bis hin zu den vielen Veränderungen und allem, was dazwischen lag. Dieses Sprachgeschenk ist für euch. Ich wünsche euch viel Freude beim Zuhören und freue mich auf ein baldiges Wiederhören.
Bis ganz bald!🤗

@zenkreis
https://www.onedropzen.org

Gassho 🙏
Das Ereignis
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"Der Große Pfad & die Achtsamkeit"
                          Teil 2


Wenn dein Geist still im Weg ruht,
hörst du auf, gegen das Leben anzukämpfen.
Wo kein Widerstand mehr ist,
verlieren die Dinge ihre alte Macht über dich.

Sobald du aufhörst, alles zu bewerten und festzuhalten,
beginnt sich der alte Geist aufzulösen.
Lass die Vorstellung los,
dass alles voneinander getrennt ist –
und auch der trennende Geist verschwindet.

Mit ihm verschwinden das „Ich“, das beobachtet,
und die Welt, die es sich erschafft.
Denn das Selbst bringt das Andere hervor,
und das Andere erschafft das Selbst.

Erkenne, dass beides nur zwei Seiten
derselben einen Wirklichkeit sind.
In der Leere gibt es keine Trennung.
Alles ist miteinander verbunden,
und jedes Einzelne trägt bereits das Ganze in sich.

Vergleiche nicht.
Halte weder an „besser“ noch an „schlechter“,
weder an „edel“ noch an „gewöhnlich“ fest.
Dann verliert das Urteilen seine Kraft.

Der Große Weg ist weit und offen.
Er ist weder leicht noch schwer –
nur der festhaltende Geist macht ihn schwierig.

Je mehr du dich beeilst,
desto weiter entfernst du dich von dir selbst.

Wer selbst an der Erleuchtung festhält,
hat sie bereits aus den Augen verloren.
Denn auch daran festzuhalten
ist nur eine weitere Form der Anhaftung.

Lässt du alles los,
ist alles genau so, wie es sein soll.
Dann gibt es weder Ankommen noch Fortgehen,
sondern nur diesen einen Augenblick.

Lebe im Einklang mit der Natur der Dinge
und mit deiner eigenen ursprünglichen Natur.
Dann wirst du frei gehen,
ohne innere Last.

Ist dein Geist jedoch gefangen,
bleibt die Wahrheit verborgen.
Alles wirkt schwer und verwirrend,
und das ständige Bewerten erschöpft dich.

Was gewinnst du wirklich,
wenn du an Trennung und Unterscheidung festhältst?

Wenn du den Einen Weg gehen möchtest,
weise die Welt der Sinne und Gedanken nicht zurück.
Nimm sie ganz an.
Gerade darin zeigt sich wahres Erwachen.

Der Weise muss nichts erreichen.
Der Unwissende macht sich selbst zum Gefangenen seiner Ziele.

Es gibt nur ein Dharma,
eine Wirklichkeit ohne Trennung.
Alle Unterschiede entstehen erst dort,
wo der Geist festhält.

Den Geist mit dem denkenden Geist finden zu wollen,
ist der größte Irrtum.

Ruhe und Unruhe,
Liebe und Abneigung,
Gewinn und Verlust,
Recht und Unrecht –
all das entsteht aus den Geschichten,
die der Geist erzählt.

Sie sind wie Träume,
wie Spiegelbilder auf stillem Wasser.
Du musst sie weder festhalten noch bekämpfen.

Lass sie kommen.
Lass sie gehen.

Wenn das Auge deines Geistes wach bleibt,
lösen sich alle Träume von selbst auf.

@zenkreis
https://www.onedropzen.org

Gassho🙏

Fushō
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Forwarded from ZEN KREIS
"Reflektion des gestrigen LiveChat im Herzraum"

WER WIE WAS IST DER #WAHRNEHMENDE🤔

Du erlebst die Welt durch die Trennung von Wahrnehmendem und Wahrgenommenem. Sie erscheint dir als ein Zusammenspiel von Subjekt und Objekt. Daraus entstehen Gegensätze wie Ich und Du, gut und schlecht, gewinnen und verlieren. Fast alles, was du erlebst, beruht auf dieser dualistischen Sichtweise.

Doch es lohnt sich, eine tiefere Frage zu stellen: Woher entstehen eigentlich das Subjekt und das Objekt? Du erlebst dich ständig als ein „Ich“, aber wie oft fragst du dich, woher dieses Ich überhaupt kommt?

Solange du dieser Frage nicht nachgehst, glaubst du vielleicht, nur dann Frieden finden zu können, wenn bestimmte Menschen oder Situationen aus deinem Leben verschwinden. Du meinst, etwas oder jemand müsse sich ändern, damit es dir besser geht. Doch selten fragst du dich, warum du überhaupt so empfindest.

Du erkennst zwar die Trennung zwischen dir und der Welt, doch wenn du ihre eigentliche Ursache nicht erforschst, können auch die äußeren Probleme nicht wirklich gelöst werden.

Auf den ersten Blick besteht die Welt aus Subjekt und Objekt. Wenn du jedoch tiefer schaust, erkennst du, dass beide untrennbar miteinander verbunden sind und letztlich eine einzige Wirklichkeit bilden. Die Welt existiert für dich, weil du sie bewusst erfährst. Aber woher kommt dieses Bewusstsein? Wo hat es seinen Ursprung?

Nur wenige Menschen stellen sich diese Frage. Deshalb bleiben viele Probleme an der Oberfläche bestehen, ohne dass ihre eigentliche Wurzel erkannt wird.

Genau darin liegt die Übung des Zazen. Es geht nicht darum, einfach still dazusitzen oder sich in einen Zustand zurückzuziehen, in dem du nichts mehr hörst oder siehst. Wahres Zazen bedeutet, den Blick nach innen zu richten und den Ursprung deiner Wahrnehmung zu erforschen.

Wer ist es, der sieht? Wer ist es, der hört? Wer ist es, der all diese Erfahrungen macht? Indem du diesen Fragen immer tiefer folgst, näherst du dich der Quelle, aus der alles entsteht. Andernfalls bleibst du in der Trennung von Subjekt und Objekt gefangen.

Koans und die Atemübung Sussokan sind Hilfsmittel auf diesem Weg. Sie dienen nicht dazu, deinen Atem zu bewerten oder zu analysieren. Vielmehr unterstützen sie dich dabei, den Ursprung allen Erlebens unmittelbar zu erfahren. Immer wieder richtest du deine Aufmerksamkeit auf diese Quelle – auf das, was allem vorausgeht.

@zenkreis
https://www.onedropzen.org

Gassho 🙏

Fushō
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